Chronik

Gründung und erste Jahre

Die Entstehung der Gemeinde Ahrensburg reicht zurück in das Jahr 1924, als aus dem Hamburger Stadtgebiet entsandte Brüder versuchen, die räumlichen Voraussetzungen für die Durchführung von Gottesdiensten in Ahrensburg zu schaffen.

Das Vorhaben gelingt. Erste Gottesdienste werden gefeiert, erste Gläubige versammeln sich, sodass mit wachsender Kontinuität ab Herbst 1925 eine selbständige Gemeinde Ahrensburg geführt werden kann.

Die Geschwister versammeln sich in den ersten Jahren in wechselnden Privat- oder Gewerberäumen und die Gemeinde wächst bis Mitte der dreißiger Jahre von anfänglichen 18 auf rd. 80 Personen.

Kriegs- und Nachkriegszeit

Die Kriegsereignisse und insbesondere der Zustrom von aus dem durch Bombenangriffe in Mitleidenschaft gezogenen Hamburg verschärfen die Raumsituation in Ahrensburg. Die Gemeinde muss 1944/45 nach HH-Rahlstedt in die dortige Gemeinde ausweichen.

Gottesdienste in Ahrensburg können im Jahr 1945 bereits wieder durchgeführt werden – zunächst in einer Friedhofskapelle und nachfolgend in einem Bodenraum oberhalb eines Schweinestalls - mit allen naturgegebenen Gerüchen und Geräuschen.

Im Jahr 1947 können erfolgreich Verhandlungen mit der Ahrensburger Stormarnschule über die Nutzung von Schulräumen geführt werden. Die Gemeinde trifft dort auf ein großes Entgegenkommen und wird dort über 19 Jahre hinweg beheimatet bleiben. Der Mitgliederbestand wächst bis zum Jahr 1950 auf rd. 100 Personen.

Im Apostelbezirk Hamburg werden im Jahr 1957 einige kleinere Gemeinden geschlossen, wovon auch Ahrensburgs Nachbarstadt Bargteheide betroffen ist. Die Gemeinde Ahrensburg wächst dadurch auf rd. 140 Personen.

Kirchenbau und Gemeindeleben

Ab 1961 wächst die Absicht, in Ahrensburg ein Kirchengebäude zu errichten. Ein geeignetes Grundstück in der Adolfstraße 38 wird gefunden und erworben. Der Baubeginn indes lässt bis zum März 1965 auf sich warten. Im Juli 1966 kann die Gemeinde ihren langjährigen Gastaufenthalt in der Stormarnschule beenden und die eigene Kirche in der Adolfstraße einweihen.

Da die Kirche über die technische Ausstattung für Gottesdienst-Übertragungen verfügt, müssen die Geschwister in diesen Fällen nicht mehr auf die Kirchen in HH-Barmbek oder Bad Oldesloe ausweichen. Außerdem wird Ahrensburg aufgrund seiner zentralen Lage im damaligen Bezirk gern als Veranstaltungsort für Jugendgottesdienste, Vorsteherversammlungen o.ä. genutzt.

Bis zum Jahr 1975 – dem 50-jährigen Bestehen der Gemeinde Ahrensburg – wächst der Mitgliederbestand auf rd. 180 Personen, davon rd. 30 Kinder.

In den folgenden Jahren erfreuen sich die Geschwister weiterhin eines harmonischen und geordneten Gemeindelebens, in dem Beschwerlichkeiten gemeinsam bewältigt, freudige Anlässe wie Taufen, Konfirmationen, Hochzeiten, Jubiläen gemeinsam gefeiert und Aufgaben und Dienste von wechselnden Personen wahrgenommen werden.

Kirchenumbau und -erweiterung

In den ersten 90er Jahren wird zunehmend deutlich, dass das Kirchengebäude hinsichtlich Platzangebot und baulicher Ausstattung nicht mehr zeitgemäß ist. Dementsprechend wird im Jahr 1994 ein Um- und Erweiterungsbau des Gebäudes in Angriff genommen.

Ab Oktober 1994 weicht die Gemeinde in die in unmittelbarer Nähe gelegene Fritz-Reuter-Schule aus. Das Kirchengebäude erhält in den folgenden Monaten ein neues, hohes Spitzdach, einen Anbau mit neuen Räumen wie Jugendraum und Küche und eine neue Ausstattung des Kirchenschiffes inkl. neuer Orgel.

In der so erneuerten Kirche kann im September 1995 – pünktlich zum 70-jährigen Bestehen der Gemeinde - der erste Gottesdienst stattfinden.

Ihr Jubiläum feiert die Gemeinde dann im November 1995 mit dem eigens dazu eingeladenen Kammerchor HH-Nord und weiteren Gästen.

Die 2000er Jahre

Mit gesichertem Mitgliederbestand und in vertrauter Gemeinschaft erlebt die Gemeinde den Jahrtausendwechsel und die ersten Jahre des neuen Millenniums.

Im Jahr 2008 schließt sich die Gemeinde dem „Lebendigen Adventskalender“ an. Bei dieser Initiative der Evangelischen Kirche in Ahrensburg versammeln sich an jedem Abend im Advent interessierte Menschen an zuvor bekannt gegebenen Adressen von Kirchen, Sozialeinrichtungen oder Privathaushalten, um eine halbe Stunde lang adventliche Musik und Texte zu genießen. Der „Lebendige Advent“ ist seitdem ein Veranstaltungs-Fixpunkt im Adventskalender der Gemeinde.

In das Jahr 2009 fällt die Gründung eines Frauenchores in der Gemeinde. Engagierte Schwestern beginnen, sich der für Frauenchöre herausgegebenen Literatur in unserer Kirche zu widmen und sind seitdem eine regelmäßige und willkommene Bereicherung des musikalischen Angebotes in Gottesdiensten und weiteren Veranstaltungen.

Im Jahr 2015 wird die Raumbeleuchtung im Kirchenschiff auf moderne LED-Technik umgestellt. Im September 2016 folgt der Einbau einer neuen Elektronenorgel mit beidseitig hinter dem Altar angebrachten Blindpfeifenprospekten.

Das Jahr 2020 ist geprägt durch den Ausbruch der Corona-Pandemie und die einhergehenden staatlichen Maßnahmen im Rahmen des Infektionsschutzes. Ab dem 15. März gilt ein generelles Versammlungsverbot, der sog. „Lockdown“. Sonntagsgottesdienste werden von der Kirchenverwaltung in HH-Eppendorf aus via youtube ausgestrahlt und können von den Geschwistern online verfolgt werden. Die kirchlichen Feste Ostern, Christi Himmelfahrt und Pfingsten können die Gemeinden nicht wie gewohnt gemeinschaftlich feiern.

Der erste Präsenzgottesdienst ist dann am 7. Juni 2020 wieder möglich – unter strikter Beachtung der geltenden Abstands- und Hygienevorschriften inkl. dem Tagen von Atemschutzmasken.

Da Chorgesang zunächst nicht zugelassen ist, bis zu fünf Personen aus zwei Haushalten sich in privatem Rahmen aber treffen dürfen, finden sich in der Gemeinde „Kleinstbesetzungen“, die Bild- und Tonaufnahmen von Chorliedern für die Einspielung in den Gottesdiensten herstellen. Der gesangliche „Normalbetrieb“ ist dann zur Freude des Chores und der ganzen Gemeinde ab Ostern 2022 wieder möglich.

Die ab 2023 mögliche Frauenordination hat für die Gemeinde Ahrensburg sehr bald praktische Auswirkung, als im Juni d.J. die erste Diakonin ordiniert wird.

100 Jahre Gemeinde Ahrensburg

Gegenwärtig und über das Jahr 2025 hinweg feiert die Gemeinde Ahrensburg ihr 100-jähriges Bestehen – u.a. mit einem Festgottesdienst zum Jubiläum, einer Themenandacht zum 100sten Psalm „Jauchzet dem Herrn, alle Welt!“, einer Matinee mit Chor- und Orgelmusik, einem Sommerfest und einem großen Jubiläumskonzert mit eingeladenen Musikensembles.